Die Geschichte der Einhörner

Das Einhorn ist ein pferdeähnliches Fabeltier mit einem 

Horn auf der Stirn. Es gilt als das edelste aller Fabeltiere und steht als Symbol für das Gute.

 

Hier seht ihr die Einhornstatue in Kerry, Irland

Ihr Aussehen

Das Einhorn ist ein Fabeltier das einem Pferd (manchmal auch einer Ziege) ähnelt, jedoch ein erhabenes 

Horn auf der Stirn trägt. Häufig wird es auch mit weiteren vom Pferd abweichenden Merkmalen wie zum Beispiel gespaltenen Hufen (ähnlich einem Paarhufer), dem 

Schwanz eines Löwen oder einem Ziegenbart beschrieben.

 

Die Farbe des Fells wird unterschiedlich beschrieben: Mal heißt es, das Einhorn sei reinweiß.

 

Mal besitze es alle Schattierungen von Weiß.

 

Ein andermal soll es alle Farben haben.

 

Es wird auch über Einhörner mit Flügeln, ähnlich einem Pegasus fabuliert.

 

Für die männliche bzw. weibliche Form des Einhorns werden die Bezeichnungen Einhornhengst und Einhornstute verwendet.

 

Im Juni 2008 ist ein 10 Monate altes „Einhorn“ in einem italienischen Naturpark in der Toskana entdeckt worden. Es handelt sich dabei um ein Reh mit nur einem Horn Dies wurde vom Naturwissenschaftlichen Zentrum Prato (CSN) dokumentiert. Diese Entdeckung lässt vermuten, dass in der Vergangenheit gesichtete Hirsche, Rehe oder andere Tiere mit nur einem Horn den Mythos Einhorn entstehen ließen.

Das Horn

Das Horn des Einhorns wird als schneckenartig gedreht und vorne spitz zulaufend dargestellt.

 

Es soll weiß und bis zu einem halben Meter lang sein.

 

Mit ihm soll das Einhorn gegen seine Feinde (unter anderem Drachen) kämpfen, heilen und sogar Tote wiederbeleben können.

 

Das Horn soll dem Einhorn erst allmählich im Laufe seines Lebens wachsen.

 

Ein abgebrochenes Horn soll innerhalb von zehn Jahren wieder nachwachsen.

Besondere Fähigkeiten

Angeblich können die Tränen des Einhorns Versteinerungen lösen.

 

Es soll Tote zurück ins Leben holen können, und wer das Blut eines Einhorns trinkt, wird angeblich unsterblich, führt aber von diesem Punkt an ein unglückliches und verfluchtes Leben.

 

In einigen Erzählungen heißt es auch, dass ein Einhorn ein karges und/oder verwüstetes Land wieder zum Blühen bringt, sobald es dessen Grenzen überschreitet.

Lebensraum

Das Einhorn soll überwiegend als Einzelgänger in einem Wald leben, den es beschützt und behütet. Es heißt, dass in einem Einhornwald die Pflanzen und die Tiere größer und gesünder als in einem normalen Wald sind. In diesem Wald muss es angeblich einen kleinen See geben, in dem sich das zur Eitelkeit neigende Einhorn als Spiegelbild sehen kann. Es ist auch die Rede davon, dass in einem Einhornwald immer Frühling herrscht und das Einhorn unsterblich ist, solange es „seinen“ Wald nicht verlässt.

 

Seltener wird auch von Wassereinhörnern fabuliert, die angeblich in den Tiefen der Ozeane leben.

 

Es sollen auch Einhörner in Höhlen gelebt haben.

 

Das Leben eines Einhorns

Die Geburt eines Einhorns („Einhornfohlen“) soll ein sehr seltenes Ereignis sein. Bei seiner Geburt soll ein Einhorn noch kein oder nur ein sehr kleines Horn haben.

 

Bis ein Einhorn ausgewachsen ist, sollen zwischen 3 und 10 Jahre vergehen.

 

Nach einer sehr langen Lernphase verlässt das Einhorn irgendwann den Wald seiner Mutter und sucht sich einen eigenen Wald.

 

Dort soll es angeblich die ganze Zeit leben, mit Ausnahme von wenigen Treffen mit anderen Einhörnern.

 

Nur äußerst selten soll es den Wald aus anderen Gründen verlassen.

 

Es ist widersprüchlich beschrieben, ob Einhörner ewig leben oder nur sehr, sehr alt werden und irgendwann aufhören zu existieren.

Einhörner und Menschen

Einhörner sollen gegenüber Menschen sehr scheu sein. Dies käme daher, dass die Menschen aufgrund des kostbaren Horns Jagd auf Einhörner machen sollen.

 

Es wird auch berichtet, dass nur Menschen, die an Einhörner glauben (oder solche, die reinen Herzens sind), sie auch erkennen können. Alle anderen sollen nur ein ganz gewöhnliches Pferd sehen.

 

In letzter Zeit werden wieder vermehrt angeblich Einhörner gesichtet, was darauf zurückgeführt wird, dass sich viele Menschen Sagen und Mythen als Ersatzreligionen zuwenden.